KOINOBORI in Naumburg- Deutschland / KOINOBORI in Naumburg- Germmany

Bericht von Aya Onodera

Wir stellen hiermit KOINOBORI („Karpfenfahnen“), die Kinder aus Kesennuma, Japan, gemalt haben, in dem traditionsreichen Internat „Landesschule Pforta“ in Naumburg aus, wo bereits Friedrich Nietzsche studiert hat.

Es wird am kommenden Samstag und Sonntag stattfinden.
Am 8. Juni von 10.00 bis 20.30 Uhr
Am 9. Juni von 10.00 bis 16.30 Uhr

Landesschule Pforta
Schulstraße 12
06628 Naumburg
Deutschland

+49 – (0) 34463/35 171
http://www.landesschule-pforta.de

In der Landesschule Pforta wurden Spenden für die Unterstützung der
Erdbebenkatastrophe in Ostjapan gesammelt.

Hinzu kommt eine Einzelspende der Kirche in Naumburg durch die, in Kesennuma Workshops mit Schulkindern stattfinden konnten. Diese Spende wurde mir anvertraut.

Dank dieser Hilfe konnte ich den  „Workshop: Eine Stadt des Traumes in der Zukunft“ veranstalten, und dort zusammen mit etwa 12-jährigen Kindern von der Karakuwa Nakai Grundschule in Kesennuma in der Präfektur Miyagi ein riesiges, 8-Meter-langes Bild malen.

Im Dezember 2012 habe ich den“Workshop: Dialog mit Freunden und mit Farben“ mit geistig behinderten und mit autistischen Kindern und Jugendlichen  zwei weitere, riesige 5-Meter-lange Koinobori gemalt. Dies haben wir zusammen mit NGO „Network Orange“ aus Kesennuma, Miyagi, gemacht, einem Netzwerk von Gruppen, die geistige behinderte Kinder und Jugendliche unterstützen.

 

 

Als ich überlegte, wie ich es in Deutschland ausstellen könnte, bekam ich eine Einladung vom Verein Kommunikationsplattform KOKEMOOS in Wien, an einem KOINOBORI-Projekt teilzunehmen.

Es war ein Zufall und doch die perfekte Idee, äußerst großformatige Malerei und eine schöne Botschaft zu verknüpfen.

Ich habe die Gemälde von den Kindern als KOINOBORI zusammengenäht. Koinobori sind Symbole, um den Kindern Gesundheit, und eine gute Zukunft zu wünschen, und sie werden von den Eltern und Großeltern am Kindertag in Japan aufgestellt.

(An dieser Stelle möchte ich einem Freund danken. Wir haben mit vielen Gefühlen im Herzen und viel Ausdauer in den Händen lange daran genäht.)

Im April 2013 bevölkerten diese KOINOBORI beim Kirschfest in Wien den blauen Himmel.

Dafür wurde noch ein weiterer, bunter KOINOBORI, der 6m lang ist,  nach Wien geliefert. Dazu haben Gymnasiastinnen aus Kesennuma freiwillig für Kinder einen KOINOBORI Workshop organisiert.

Auf diese Weise flatterten vier KOINOBORI aus Kesennuma im Wiener Himmel.

Insgesamt wehten bei dem KOINOBORI-Projekt von der Verein KOKEMOOS 14 KOINOBORI im Winde, denn es kamen noch KOINOBORI hinzu, die von von Kindern aus Fukushima, Japan, von Kindern aus Syrien, wo der Krieg immer noch weitergeht, und von Kindern aus Wien bemalt wurden.

Jeder Mensch wird irgendwann älter und sterben. Für die Welt der Zukunft, in der wir wohl nicht mehr leben werden, wünsche ich mir, dass die Kinder der nächsten Generation sicher, in einer intakten Natur, in Frieden und ohne Krieg leben. Mit all diesen Wünschen hänge ich diese KOINOBORI auf.